Lärmts bald weniger auf der Luzernstrasse?

06.06.2018, fz
Der Lärmstreit geht in die nächste Runde: Die Stadt Sursee und der Kanton Luzern signalisieren ihre Bereitschaft in der Diskussion um eine Temporeduktion auf der Luzernstrasse.

Das Gesuch um Erleichterung der gesetzlich vorgeschriebenen Lärmsanierungspflicht bewegt die Gemüter: Gegen das Lärmsanierungsprojekt der Stadt Sursee opponieren unter anderen die Mehrheit der Parteien, der Quartierverein Altstadt sowie die IG Luzernstrasse, die ihre Einsprache mit 63 Unterschriften einreichte (diese Zeitung berichtete).
Um die Lärmbelastung an der Luzernstrasse zu senken, wurde von Opponenten die Einführung von Tempo 30 ohne bauliche Massnahmen vorgeschlagen. Dass dieser Vorschlag durchaus seine Berechtigung hat, bestätigt Verkehrsingenieur Ruedi Häfliger im Interview mit dieser Zeitung.

Erleichterungsgesuch sistiert
«Nachdem es länger still war, ist nun endlich Bewegung in die Sache gekommen», freut sich Anwohner Hans Portmann von der IG Luzernstrasse. In  einem Schreiben vom 30. Mai teilte ihm das Stadtbauamt Sursee unter anderem mit, dass die bundesgerichtlichen Entscheide Basel und Zürich «beim Kanton Luzern zu einem Umdenken der aktuellen Haltung bezüglich Temporegime geführt» hätten. Der Stadtrat wolle weitere Gespräche mit der Gemeinde Oberkirch führen, jedoch unabhängig von deren Vorgehen eine Temporeduktion auf der Luzernstrasse beim Kanton beantragen. Zudem sei eine umfassende und aussagekräftige Vernehmlassung geplant. Infolge der nun ausstehenden Rückmeldungen und Abklärungen habe der Stadtrat weiter beschlossen, das Gesuch um Erleichterung beim Kanton vorerst zu sistieren. Es sei vorgesehen, die nötigen Abklärungen sowie die Vernehmlassung zur Temporeduktion auf den Gemeindestrassen in Sursee vor den Sommerferien 2018 abzuschliessen.