07.03.2021

Oberkirch sagt zweimal deutlich Ja

von Thomas Stillhart

Im «Feld» in Oberkirch können Alterswohnungen entstehen. Das Volk sagte im Verhältnis 3:1 Ja zu einer Teilrevision des Zonenplans. Auch beim Campus Sursee zonte das Volk ein Teilareal deutlich ein.

Zur Teiländerung Feld sagten 1471 Bürger ja, 449 Bürger lehnten die Änderung ab. Der Ja-Anteil beträgt 76,8 Prozent bei einer Stimmbeteiligung von 56,8 Prozent. Der Gemeinderat teilte am Sonntagnachmittag mit, er freue sich, dass die Stimmberechtigten den beiden Um- und Einzonungen zugestimmt  hätten. 

«Zielführend und sinnvoll»

Gemeindepräsident Raphael Kottmann betont neben der deutlichen Zustimmung auch die hohe Stimmbeteiligung von rund 57 Prozent. «Die Bevölkerung sah, dass die Zusammenarbeit beim Feld zielführend und sinnvoll ist.» Das Projekt mit einer qualitätsvollen Innenverdichtung habe in den Augen der Bürger Chancen eröffnet. 

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Zur Zustimmung im Verhältnis 3:1 meint der Gemeindepräsident: «Ich habe ein klares Resultat erwartet, aber nicht in dieser Höhe.» Schon im Vorfeld habe sich der Gemeinderat intensiv mit den teils kritischen Voten aus der Bevölkerung auseinandergesetzt. «Wir wollen im Rahmen der Umsetzung darauf achten, die Lebensqualität entlang der Luzernstrasse bestmöglich aufrechtzuerhalten.» Dies sei jedoch losgelöst von den Einsprachen immer ein Ziel gewesen. 

Zügig voran bringen

Raphael Kottmann verspricht nun, dass der Gemeinderat das Projekt zügig voran bringe und in die Konkretisierungsphase schreite. 

Mit der Teilrevision «Feld» werden einzelne Parzellen (Hotel Feld und Carrosserie Fischer) umgezont und dadurch die Weiterentwicklung im Sinne eine qualitätsvollen Überbauung mit haushälterischer Bodennutzung für altersgerechtes Wohnen geschaffen. So fasst der Gemeinderat die Vorlage zusammen. Dagegen sind elf Einsprachen eingegangen, die nun mit dem deutlichen Ja abgelehnt wurden.

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Durch die Erweiterung des Pflegezentrums Feld seien die geplanten Alterswohnungen eine ideale Ergänzung. «So ist es möglich, älteren Menschen Wohnraum mit einem umfassenden Dienstleistungsangebot anzubieten, das beim Pflegezentrum Feld bezogen werden kann.

Ja zum Campus Sursee

Die Teiländerung Campus West befürworteten 1498 Bürger, 412 lsagten Nein. Der Ja-Anteil beträgt 78,4 Prozent bei einer Stimmbeteiligung von 56,7 Prozent. 

Die zweite Vorlage betrifft eine Teilstück beim Campus Sursee. Durch nun deutlich angenommene Einzonung könne das Seminar- und Bildungszentrum Campus Sursee erweitern. Die reduzierte Erweiterungsetappe stütze das räumliche Entwicklungsleitbild des Campus Sursee. 

Auch hier lehnte rund ein Viertel des Stimmvolks die Einzonung ab. «Wir nehmen diese skeptischen Stimmen ernst. Die Entwicklung wollen wir selektiv und punktuell einleiten. Das ist ein sehr wichtiges Anliegen des Gemeinderats», sagt Raphael Kottmann. Die Bevölkerung habe jedoch erkannt, dass die beiden Projekte einen massvollen Entwicklungsschritt bringe. 


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